Fortsetzung der sozialistischen Gemeinschaftsarbeit

Nach dem zweiten Weltkrieg waren es vor allem die Sozialisten, welche sich in Hamburgs Arbeitervierteln in die Diskussionen um den Wiederaufbau des Volksheimes einbrachten. Im ersten Mitgliederbrief nach dem Krieg wird die Aufgabe des Volksheimes wie folgt beschrieben:

  1. „Durch eigene öffentliche Veranstaltungen und in Verbindung mit anderen Kulturorganisationen der werktätigen Bevölkerung zu dienen.
  2. Vom sozialistischen Standpunkt aus den Mitgliedern und Teilnehmern in Arbeitsgemeinschaften und Gruppen und durch öffentliche Vortragsreihen eine Übersicht über die brennenden Fragen unserer Zeit zu geben. „Volksheimarbeit“ ist Schulungsarbeit und Erziehung zu politischen Denken. Das gilt insbesondere für die Jugend. Zwischen Wollen und Können steht das Lernen“ (von Kietzell in Krahulec, 1993, S. 89).

Die 1945 beschlossen Satzung hat in diesem Sinne folgenden Zweck:
„Das Volksheim kämpft für eine umfassende, auf Arbeit und Verpflichtung gegen die Gesamtheit gegründete Kultur, den Sozialismus. Es leistet seine Arbeit an der Seite der Organisationen, die dem wirtschaftlichen und kulturellen Aufstieg des arbeitenden Volkes dienen und ist bestrebt, die geistigen und sittlichen Grundlagen des Sozialismus vorzubereiten, ohne Bindung parteipolitischer, rassischer oder konfessioneller Art“ (ebd.).