Satzungstext der SAG

Der offizielle Text der Satzung lautete schließlich:

§ 1 Die „Soziale Arbeitsgemeinschaft Berlin-Ost" E.V. hat ihren Sitz in Berlin; die Geschäftsstelle befindet sich in Berlin NO. 18, Friedenstraße 60. Auswärtige Mitglieder können sich zu Ortsgruppen zusammenschließen, die dem Verein als Zweigvereine angehören.

§2 Die soziale Arbeitsgemeinschaft treibt ihre Arbeit in erster Linie im Anschluß an Ansiedelungen ihrer Mitarbeiter in Armen- und Arbeitervierteln der Großstädte.

§3 Die Mitglieder des Vereins werden von dem Vorstand aufgenommen. Der Austritt eines Mitglieds kann durch eine Erklärung desselben an den Vorstand, der Ausschluß durch Beschluß der Mitgliederversammlung erfolgen. Männer und Frauen haben gleiche Rechte. Eine Beitragspflicht besteht nicht.

§4 Der Vorstand setzt sich zusammen aus dem Vorsitzenden, dem Schriftführer und dem Schatzmeister, die von der Mitgliederversammlung auf je drei Jahre gewählt werden. Der Vorstand besorgt alle Angelegenheiten des Vereins, soweit sie nicht der Mitgliederversammlung vorbehalten sind. Zur Annahme der Zahlungen ist jedes Mitglied des Vorstandes berechtigt. Über Eingänge quittiert der Schatzmeister.

§5 Die Mitgliederversammlung besteht aus sämtlichen Mitgliedern der Sozialen Arbeitsgemeinschaft. Sie findet mindestens einmal jährlich, und zwar in der ersten Januarwoche, auf schriftliche Einberufung durch den Vorstand statt. Außerordentliche Versammlungen werden auf Antrag von mindestens sechs Mitgliedern von dem Vorstand einberufen. Die Mitgliederversammlung beschließt über die Entlastung des Vorstandes. Die Mitgliederversammlung beschließt mit Stimmenmehrheit; bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Die Beurkundung der Beschlüsse erfolgt durch die Unterschrift zweier Mitglieder.

§6 Der Verein soll in das Vereinsregister eingetragen werden.

Quelle: Gerth, F. J. (1975) Bahnbrechendes Modell einer neuen Gesellschaft. Hamburg: Herbert Reich Evangelischer Verlag. S. 35

Sigmund-Schultze relativierte den Text mit folgenden Worten: „Satzungen sind nie viel wert. Der Geist lässt sich nicht in Schläuche fassen. Statuten sind Konzessionen an den Stumpfsinn“ (Sigmund-Schultze zitiert in Gerth, 1975, S. 34).