Clubs

Er (Barnett) organisierte seine Fortbildungskurse in der Art von Interessengruppen oder Clubs. Die Barnetts waren Meister im Gründen solcher Clubs, die ihre eigene Leitung wählten und für die entstehenden Unkosten selbst aufkamen - von Toynbee Hall bekamen sie lediglich Räume, Licht, Heizung und die organisatorische Hilfe der im Haus wohnenden Akademiker. Henrietta Barnett zitiert ihren Mann in der Beschreibung des gemeinsamen Charakters dieser Clubs, die keine Schulklassen, sondern Vereine waren. »In ihnen gab es weder Lehrer noch Belehrte. Sie waren Gruppen von Frauen und Männern, die sich, am gleichen Gegenstand interessiert, trafen, um Meinungen auszutau­schen, Informationen einzuholen und sich dabei vor allem an jene wandten, die ihre glücklichsten Lernerfahrungen nicht auf dem Tram­pelpfad von Schulstunden machen, sondern durch selbstbestimmtes Nachdenken und Forschen«. Die Barnetts gründeten Dutzende solcher Clubs: den Adam Smith Club, den Club der Kunststudenten, den Verein für Leibeserziehung, den Foto-Club, den Schach-Club, die reformpädagogische Vereinigung, die Gesellschaft für Elisabethanische Literatur, den Fußball-Verein, den Club der Lebensretter, eine Diskus­sionsgesellschaft Londoner Vertrauensschüler, einen Club der Leihbü­cherei-Benutzer, eine literarische Vereinigung, eine naturgeschichtli­che Gesellschaft, einen Kinderpflege-Club, ein Amateur-Orchester, eine philosophische Gesellschaft, eine Gesellschaft für Sozialhygiene, eine Shakespeare-Gesellschaft, eine Erste-Hilfe-Brigade, eine Gesell­schaft für gefallene Frauen und Mädchen, einen Schwimmverein, einen Reise- und Wander-Club und einen Club für Arbeiter-Reisen.

Quelle: Müller, C. W. (1991, 3. unveränderte Auflage) Wie Helfen zum Beruf wurde. Weinheim und Basel: Beltz. S. 42f.