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Organisation der (inklusiven) Quartiersentwicklung von unten

Geschrieben von Christiane Grabe am .

Kontakt:

Christiane Grabe, Diakonie RWL e.V., Lenaustraße 41, 40470 Düsseldorf, Tel. 0211 – 6398 306; Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Dieser Beitrag basiert auf einem Workshop der Autorin bei der 16. Werkstatt Gemeinwesenarbeit (02.-04. Juni 2014 in Eisenach).

Außerdem: Präsentation zum Workshop als Download


Herausforderungen annehmen, Zukunft gemeinsam gestalten im Sozialraum

Der Austragungsort des sozio-demographischen Wandels ist das Quartier. Hier wohnen, leben und arbeiten die unterschiedlichsten Menschen, treffen die verschiedensten Interessen, Lebensstile und Lebenslagen unmittelbar aufeinander, müssen die Folgen der gesellschaftlichen Umwälzungen bewältigt und der gesellschaftspolitische Auftrag „Inklusion“ im Zusammenspiel mit allen relevanten Akteuren und der Bürgerschaft umgesetzt werden.

Anknüpfend an das erfolgreiche Modellprojekt WohnQuartier4 bewegt sich das Beratungs- und Qualifizierungsangebot „Inklusive Quartiersentwicklung“ im Evangelischen Zentrum für Quartiersentwicklung (Düsseldorf) an den Schnittstellen von Alten-, und Behindertenarbeit, umfasst auch Aspekte der Jugend- und Familienhilfe, der Arbeits- und Beschäftigungsförderung und der Integrationsarbeit – ist damit im besten Sinne gemeinwohlorientiert, akteursübergreifend, interdisziplinär und in allen wesentlichen Themenfeldern des Sozialraums angesiedelt. Quartiersbezogen werden neue Entwicklungsstrategien und Angebotsbausteine erarbeitet. Dabei steht die Aktivierung und Einbeziehung Bürgerschaftlichen Engagements und damit auch die Neudefinition von Verantwortungsrollen in professionellen und semiprofessionellen Hilfesystemen und Netzwerken im Mittelpunkt. Umfassende, inklusiv gestaltete Partizipation von der Konzeptentwicklung über die Entscheidungsfindung bis zur Umsetzung ist herausforderndes Lernfeld für alle und gleichzeitig eine wesentliche Voraussetzung für die Gestaltung inklusiver Lebensräume.

Themen- und Aufgabenfelder der inklusiven Quartiersentwicklung:

Das Evangelische Zentrum für Quartiersentwicklung bietet - eingebunden in lokalspezifisch zu entwickelnde, partizipative Organisationsmodelle - Unterstützung bei folgenden Aufgaben:

  • Entwicklung von Zukunftskonzepten für Einrichtungen und Angebote der Wohlfahrtspflege, von Kirchengemeinden und Kirchenkreisen
  • Quartiersorientierte Projektentwicklung für Grundstücke und Immobilien von Kirchengemeinden und sozialen Einrichtungen
  • Entwicklung von Mikroprojekten als Einstieg in die inklusive Quartiersentwicklung
  • Stärkung der wohnortnahen Teilhabe und Versorgung durch den Aufbau von innovativen, professionellen und semiprofessionellen Beratungs-, Unterstützungs-. und Hilfenetzwerken
  • Stadtteilmoderation, aktivierende Befragungen, Perspektiv- und Planungsworkshops
  • Förderung nachbarschaftlicher Aktivitäten
  • Qualifizierungen zur Implementierung der inklusiven Quartiersentwicklung – bei den Bewohnern, in den Einrichtungen und Institutionen und bei den Mitarbeitern
  • Beschäftigungsförderung im Stadtteil – inklusiv und intergenerativ
  • Weiterentwicklung einer inklusiven Stadtteilkultur, Mehrgenerationen- u. multikulturelle Angebote
  • Entwicklung kreativer Freiräume und Experimentierfelder für Bewohner und Institutionen – für ein neues soziales Miteinander im Quartier.

Fragestellungen im Workshop:

  1. Eigene Bezüge zur inklusiven Quartiersentwicklung (Vorstellungsrunde mit Postkarten)
  2. Potentiale und Grenzen in der praktischen Umsetzung (Austausch)
  3. „Herzensanliegen“ – Brainstorming zu Einstiegsprojekten